Die Selfpublisher Plattform
Menu

139 5c23799eec380

Wir stellen Euch diese Woche die Autorin Christl Friedl vor.

Im März 1956 in München geboren, blieb die Autorin der bayerischen Metropole viele Jahre treu. Der Hektik und den täglichen Staus der Großstadt überdrüssig, genießt sie heute mit Ehemann und Hündin Bella das Leben in einer beschaulichen Kleinstadt am malerischen Inn in Oberbayern.

In Phasen der Entspannung liest sie gerne oder holt sich ihren Kick beim Online Poker. Ihr Erstlingswerk "Tränen waren gestern" half ihr Vergangenes aufzuarbeiten. Das Kinderbuch "Bella das kleine Sockenmonster", das auch von Erwachsenen gerne gelesen wird, ist das erste einer geplanten Serie von "Bellabüchern". Seit 2015 schreibt sie u.a. als Gastautorin in der Huffington Post sporadisch über Themen, die sie bewegen.

Ihr Lebensmotto: "Aufgeben gibt es nicht."

Um etwas mehr über die Autorin und Ihre Bücher zu erfahren, habe ich Christl Friedl interviewt. 

 

Liebe Christl, vielen Dank das Du dir die Zeit für dieses Autoreninterview genommen hast. Wir wollen einen Blick hinter die Kulissen werfen. Folgende Fragen habe ich mir für Dich ausgedacht:

 

Dein Lebensmotto lautet: „Aufgeben gibt es nicht“. Was steckt dahinter?

D.h. für mich nicht schon beim geringsten Widerstand die Flinte ins Korn zu werfen. Gerne kann ich hier zwei Beispiele aus meinem Leben anführen.

Seit nunmehr ca. 40 Jahre leide ich an chronischen Depressionen, die sporadisch immer wieder zurück kommen, mal stärker, mal schwächer, mal sind die Phasen länger, mal kürzer. Wenn die Verzweiflung am größten ist, rufe ich mir mein Lebens-motto in Erinnerung und nehme den Kampf weiter auf. Dass es wieder vorbei geht weiß ich ja inzwischen, nur wie lange das dauern wird, kann leider niemand sagen.

Vollkommen anders gelagert ist Beispiel Nummer 2. In der Zwischenzeit bin ich mit 3 Verlagen baden gegangen. Außer Spesen ist bisher nichts gewesen. Da kann man zwischendurch schon mal sogar die Lust am Schreiben verlieren. Aber auch hier werde ich mich „durchbeißen“, denn aufgeben gibt es ja nicht 😊



Wurde das Buch "Tränen waren gestern" geschrieben, mit dem Vorsatz es zu veröffentlichen oder kam dieser Gedanke erst später?

Nun, geschrieben habe ich ja schon immer gerne. Warum das dann aber Jahrzehnte brach lag, kann im Buch nachgelesen werden. Als ich vor einigen Jahren eine besonders schlimme Lebensphase hatte, erzählte ich einer Kollegin davon. Als diese meinte, dass man darüber direkt ein Buch schreiben müsste, ließ mich dieser Gedanke nicht mehr los und ich habe angefangen das ganze „Drama“ aufzuschreiben.

Meine Tante und eine gute Freundin haben das Manuskript gelesen und für sehr gut befunden. Die beiden setzten mir dann auch den Floh ins Ohr, das Buch Verlagen anzubieten. Daraufhin habe ich das fertige Manuskript an verschiedene Verlage geschickt, bin jedoch nie davon ausgegangen, dass es angenommen werden könnte. Natürlich war meine Freude groß, als gleich zwei Verlage Interesse bekundet hatten. Dass die Zusammenarbeit mit dem Verlag, für den ich mich entschieden hatte, dann sehr schnell, für mich äußerst unangenehm, beendet werden sollte, konnte ich nicht ahnen.

Trotzdem hatte ich wieder Blut geleckt und wollte unbedingt weiterschreiben. So wurde dann die Idee Kinderbücher zu schreiben geboren.



Was macht Dein Buch “Tränen waren gestern” für Dich besonders.

Nun, in erster Linie habe ich dadurch wieder zum Schreiben gefunden. Zudem konnte ich einige unschöne Ereignisse meines Lebens aufarbeiten und schlussendlich Gott sei Dank auch abschließen. Was ich niemals glauben wollte, ist für mich Wahrheit geworden. Aufschreiben hilft tatsächlich Probleme zu lösen 😊



BELLA das kleine Sockenmonster“. Das ist ein interessanter Titel. Wer ist Bella und warum ist Bella ein Sockenmonster?

Bella ist eine spanische Mischlingshündin, die jetzt immerhin schon seit fast 14 Jahren zu unserer Familie gehört. „Bella das kleine Sockenmonster“ ist das erste Buch einer geplanten Serie von Bellabüchern. Dabei ist das Hauptaugenmerk nicht nur auf die Unterhaltung der Kinder gerichtet, Bella möchte den Kindern auch spielerisch lernen Empathie für Tiere zu entwickeln. Das Buch ist in der Ich Form geschrieben, denn Bella erzählt selbst aus ihrem Leben. Ich fungiere hier lediglich als ihr Assistentin 😉

Warum sie ein Sockenmonster ist, möchte ich hier nicht verraten. Das ist ihr kleines Geheimnis, das dann im Buch gelüftet wird 😊



Warum hast Du Dich für Selfpublishing entschieden?

Die Entscheidung für SP wurde mir abgenommen, da meine Erfahrungen mit 3 Verlagen in einem Desaster geendet hatten. Die ersten zwei Verlage haben bereits nach kurzer Zeit Insolvenz angemeldet, der dritte ist dann von einem Tag auf den anderen, ohne Vorwarnung, ganz einfach in der Versenkung verschwunden. Die anderen Autoren und ich kamen mehr oder weniger zufällig darauf. Hier sind auch bereits Rechtsanwälte eingeschaltet, da es sich ganz offensichtlich um geplanten Betrug handelt.

Im Grunde war ich nie eine Freundin von SP, da ich eigentlich nur schreiben und mich nicht mit der technischen Abwicklung und dem Vertrieb beschäftigen wollte. Die Entscheidung war dann entweder aufzuhören oder auf SP umzusteigen.

Heute bin ich froh mich für SP entschieden zu haben. Da ich im Juli 2018 meinen Job verloren habe, kann ich mich nun ausschließlich mit meinen Büchern beschäftigen, genieße das sehr und Verlage können mir gestohlen bleiben.

 

Hast Du neben dem Schreiben noch weitere Hobbys?

Meine liebsten und auch zeitintensivsten Hobbies sind mein Mann und Bella. Ansonsten lese ich die tollen Bücher meiner geschätzten Autorenkolleginnen und -kollegen und entspanne gerne beim Online Poker.



Du wohnst in der Nähe von München. Welchen Ort sollten Besucher Deines Wohnortes unbedingt gesehen haben?

Als geborene Münchnerin hätte ich mir niemals vorstellen können, meiner Geburtsstadt einmal den Rücken zu kehren. Da München aber in den letzten Jahrzehnten viel von seiner Gemütlichkeit verloren hat, hat es uns dann doch aufs, im weitesten Sinne, Münchner Umland verschlagen.

Wir leben jetzt schon einige Jahre in Gars am schönen grünen Inn. Erst seit wir hier wohnen habe ich gelernt zu verstehen, warum viele Menschen so gerne in Bayern Urlaub machen. Sollte es mal jemanden nach Gars verschlagen, muss er unbedingt unserem schönen Kloster einen Besuch abstatten und den leckeren Kuchen im Klostercafe genießen. Weit und breit gibt es keinen besseren, daher ist das Cafe auch immer stark frequentiert. Nachdem man dann im angrenzenden Kräutergarten seine Runden gedreht hat, empfehle ich noch den Besuch der wunderschönen Klosterkirche.

Liebe Christl, ich bedanke mich für die spannenden Antworten und die privaten Einblicke. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen für die "Bellaserie".

- viele Grüße Andreas

 

[powr-reviews id="05155b51_1550083643401"]

Pin It
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok Ablehnen